Sterilgutmaterial


Wichtig zu wissen

  • Die Einweginstrumente werden aus Recyclingstahl hergestellt. Nickel, Titan oder andere hochwertige Metalle werden nicht eingesetzt.
  • Durch die Entsorgung in der Sharp-Box ist gewährleistet, dass die Einweginstrumente sicher und ohne Verletzungsgefahr der Abfallbehandlung zugeführt werden.
  • Bei der Abfallbehandlung in der Kehrichtverbrennungsanlage wird das Metall nach der Verbrennung aus der Aschenschlacke mit einem Magnet-Separator aussortiert.
  • Darauf wird dieses Altmetall wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt, d.h. es entstehen neue Produkte wie Baustahl, Schrauben etc.
Anwendungsbeispiele
Wundversorgungs-Set gross – Einwegmaterial Verwendung für grosse Wunden, bei denen eine sterile Unterlage und allenfalls zusätzliche Instrumente erforderlich sind (z.B. VAC-Verbände). Entsorgung Im Doppelsack in hausüblichen Kehricht.
Wundversorgungs-Set klein – Einwegmaterial Für kleine Wunden, bei denen Pinzette und Tupfer, jedoch keine ste- rile Unterlage, erforder- lich sind. Entsorgung Im Doppelsack in hausüblichen Kehricht.
Fadenschere – feine Schere spitz – Einwegmaterial Für die Fadenentfernung Entsorgung «Sharp-Box».
Pinzette anatomisch – Ein- wegmaterial Für das Debridieren. Entsorgung «Sharp-Box».
Schere spitz / stumpf – Einwegmaterial Zum Zuschneiden von festen / dicken Materia- lien beim VAC-Verband Entsorgung «Sharp-Box».

• Die Mehrweg-Instrumente und Schalen, welche bei aseptischen Behandlungen eingesetzt werden, müssen nach den Richtlinien der Swissmedic wieder aufbereitet werden (siehe „Gute Praxis zur Aufbereitung von sterilen Medizinprodukten”, Version November 2016, Herausgeber Swissmedic, Bern, www.swissmedic.ch)

• Der Transport hat nach der “Schweizerische Leitlinie für den Transport von verunreinigten und aufbereiteten, wiederverwendbaren Medizinprodukten für Aufbereitungseinheiten” Version 2021, Herausgeber Swissmedic, Bern, www.swissmedic.ch, zu erfolgen
• Sterilgüter müssen vor Feuchtigkeit, Verschmutzung, extremen Temperaturen, mechanischer Beanspruchung und UV-Strahlen geschützt werden. Die geschützte Lagerung in Schubladen und Schränken ist einer offenen Lagerung in Regalen vorzuziehen. Lagerbewirtschaftung sollte nach dem FIFO-Prinzip (first in – first out) erfolgen. Das heisst: Immer zuerst die ältesten Sterilgüter entnehmen. Bei einer korrekten Lagerbewirtschaftung sind Sterilgüter in ihrer Originalverpackung bis zum Verbauchsdatum benutzbar.
• Unverbrauchtes und verpacktes Sterilgut muss in folgenden Fällen zurück an die Verkaufstelle oder entsorgt werden:
• Defekte Verpackung (Löcher oder Risse im Papier) Schlecht verschweisste Kombibeutel (Schweissnaht defekt) Fehlende Etikette Nasse oder feuchte Verpackungen (Verpackungen, die nass waren, sind auch nach dem Trocknen unsteril.)
• Das Sterilgut wird 2x jährlich nach den folgenden Kriterien kontrolliert:
• Sterilisations-/Haltbarkeitsdatum
• Unversehrtheit der Verpackung
• Feuchtigkeit (z.B. Kondenswasser)
• Sterilgut, das nicht den Vorgaben entspricht, wird fachgerecht entsorgt
Grundsatz:
Sterilgut, dessen
• Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist
•Verpackung defekt oder offen ist darf nicht mehr verwendet werden. ******* Die Sterilität ist nur beim ersten Öffnen gewährleistet. Nachher gelten die geöffneten Packungen nicht mehr als steril, daher dürfen angebrochene Sterilgut-Verpackungen nicht wiederverwendet werden. Vor dem Gebrauch wird ein steriles Arbeitsfeld geschaffen
• Vor dem Gebrauch wird das Sterilgut kontrolliert:
• Unversehrtheit der Verpackung
• Sterilisations- und Verfallsdatum
• Feuchtigkeit (z.B. Kondenswasser) Die Verpackung wird erst unmittelbar vor Gebrauch geöffnet.
• Vor dem Öffnen der Verpackung erfolgt eine Händedesinfektion. Beim Öffnen weder sprechen, niesen noch husten. Das Sterilgut wird nach der Entnahme auf das bereitgestellte, sterile Arbeitsfeld abgelegt. Sterile Materialien sind deutlich von unsterilen zu trennen.

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