Injektion s.c./i.m.

Important to know

  • Eine ärztliche Verordnung ist in jedem Fall notwendig; sie muss schriftlich erfolgen
  • Die Injektionstechnik wird zusammen mit dem zu verabreichenden Medikament verordnet
  • WICHTIG! Die Injektion ist ein invasiver Eingriff in den Körper eines Menschen und eine Körperverletzung, wenn sie ohne Zustimmung der betrof- fenen Person, der Erziehungsberechtigten oder der Betreuungsperson (z. B. bei Menschen mit Demenz) durchgeführt wird; es wird das entspre- chende Einverständnis zur Durchführung benötigtn every case.
Injektion
Intrakutane Injektion (i.c.)
Intramuskuläre Injektion
(i.m.)
Subkutane Injektion (s.c.)
• Parenterale Verabreichung von sterilen Flüssigkeiten (i.d.R. Medikamente) in das Gewebe mithilfe einer Injektionskanüle und Spritze oder einem Injektionspen
• Verabreichen einer Flüssigkeit in die Haut (Epidermis)
• Die Resorption des Medikaments findet langsam statt
• Verabreichen eines Medikaments in den Muskel
• Die Resorption des Medikaments findet leicht verzögert statt
• Verabreichen eines Medikaments unter das Unterhautfettgewebe (Subkutis);
• Die Resorption des Medikaments findet verzögert statt
Vorteile



Nachteile


Schneller Wirkungseintritt
Kein Wirkstoffverlust
Exakte Dosierbarkeit
Lokale Einwirkungsmöglichkeit
Keine Schleimhautschäden durch Umgehung des Magen-Darm-Trakts
Medikamentengaben auch bei schweren Beeinträchtigungen möglich
• Infektionsgefahr
• Allergische oder Unverträglichkeits-Reaktionen (Nebenwirkungen, oft sehr schnell und unverhofft)
• Schmerzen und Komplikationen durch Verletzungen
• Eingriff in die körperliche Unversehrtheit der Kund innen Verletzungsgefahr für das Pflegepersonal


• In Hautarealen mit lokalen Hauterkrankungen

• In Hautveränderungen (Narben, Muttermale)

• In entzündete oder geschwollene Gewebeabschnitte

• In ödematösen Hautgebieten m

• An Extremitäten mit Sensibilitätsstörungen oder Parese

• Bei Schockzuständen in periphere Gefässe (Zentralisation des Blutvolumens, z.B. Herzinfarkt)

• Bei Antikoagulation:

• Generell keine intramuskuläre Injektionen

• Keine subkutane Injektionen in die Bauchdecke

Vorgehen

• Das Medikament wird korrekt appliziert
• Die Schmerzbelastung und die Gewebeschäden werden minimiert
• Komplikationen werden vermieden; insbesondere kommt es zu keinen Infektionen

• Spritzenplateau / hygienische Arbeitsfläche
• Händedesinfektionsmittel
• Hautdesinfektionsmittel, Tupfer
• Aufzieh- und Injektionskanülen Einweg-Spritze
• Zu injizierendes Medikament
• Pflaster
• Sharp-Box Es werden keine Einweg-Handschuhe benötigt!

• Kundin/Kunde über geplante Massnahme informieren

• Stören

• Haut auf Kontraindikationen überprüfen

• Arbeitsfläche wischdesinfizieren

• Händedesinfektion

• Medikament gemäss den 6-R- oder 10-R-Regel vorbereiten und kontrollieren

• Benötigte

• Einweg-Handschuhe anziehen

• Desinfektion der Einstichstelle mit alkoholischem Hautdesinfektionsmittel

• Einwirkungszeit gemäss Herstellerangaben (30 – 60 Sek.).

• Die Punktionsstelle nicht mehr berühren!

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