Herpes Zoster


Wichtig zu wissen

• Der Herpes Zoster wird durch eine endogene Reaktivierung von Varizella-Zoster-Viren, bestehender, oder neu aufgetretener Immundefizi- 人 enz ausgelöst.
• Die Erstinfektion durch Varizella-Zoster-Viren führt zu Windpocken (Varizellen).
• Nicht immunisierte Kinder oder Erwachsene können sich beim Kontakt mit Zoster-Erkrankten durch Tröpfcheninfektion mit Varizellen infizieren.
• Schwangere Mitarbeiterinnen ohne VZ-Antikörper bzw. VZ-Anamnese übernehmen keine Einsätze bei Klientinnen und Klienten mit Herpes Zoster.
• Varizellen in der Schwangerschaft sind selten, können aber nach intrauterinen Infektion zum Abort oder schweren Erkrankungen des Kindes führen
• Siehe auch unter “Immunglobulingabe bei Varizellenkontakt”.
  • Epidemiologie
Erreger• Varizella-Zoster-Virus (Herpesvirus-Gruppe).
• Varizellen (Windpocken) und
•Herpes Zoster werden durch das gleiche Virus verursacht. Herpes Zoster entsteht durch eine Reaktivierung von Viren, die nach einer früheren Windpocken-Erkrankung (meist im Kindesalter) im Körper verblieben sinc
•Personen, die bereits eine Windpocken-Erkrankung durchgemacht haben und somit das Virus in sich tragen, können nicht mehr mit Windpocken infiziert werden, sie können jedoch durch die Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren an Herpes Zoster erkranken.
Infektionsquellen• Mensch
Infektiöses MaterialBläscheninhalt
ÜbertragungBei lokalisiertem Herpes Zoster durch direkten Kontakt mit Bläscheninhalt. Die Ansteckungsgefahr ist daher geringer als bei Windpocken-Patienten.
Einweg-Überschürze oder
Einweg-Schutzmantel
(langärmlig)
Nein
Mund- und Nasenschutz
• Nein, nicht generell
Ja, für nicht-immune Mitarbeitende
Einweg-HandschuheBei Berührung von infektiösem Material und bis die Bläschen verkrustet sind.
HändedesinfektionVor und nach direktem Kontakt mit der Kundin oder dem Kunden.
Vor und nach pflegerischen Handlungen.
Nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material.
Nach dem Ausziehen der Handschuhe.
Dauer: 1 x 30 Sekunden mit dem üblichen Händedesinfektionsmittel.
Einweg-Überschürze oder Einweg-Schutzman- tel (langärmlig)Nein
Mund- und Nasen-
schutz
• Nein, nicht generell
• Ja, für nicht-immune Mitarbeitende
Einweg-HandschuheGezieltes Tragen von Einweg-Handschuhen.
Händedesinfektion• Beim Betreten und nach dem Verlassen der Wohnung.
• Nach dem Ausziehen der Handschuhe.
Dauer: 1 x 30 Sekunden mit dem üblichen Händedesinfektionsmittel.
Einweg-Überschürze oder Einweg-Schutzmantel (langärmlig)• Nein
Mund- und Nasen-
schutz
• Nein, nicht generell
Ja, für nicht-immune Angehörige
Einweg-Handschuhe• Nein
Händedesinfektion• Nach Kontakt mit potentiell infektiösem Material.
• Dauer: 1 x 30 Sekunden mit dem üblichen Händedesinfektionsmittel.
Mund- und Nasen-
schutz
Nein, nicht generell • Ja, für nicht-immune Mitarbeitende
Einweg-HandschuheNein
Mund- und NasenschutzNein
HändedesinfektionschutzNein
Entsorgung• Verbandmaterial und Handschuhe direkt in kleinen Abfallsack geben, nicht offen stehen lassen. • Den Abfall im Hauskehricht entsorgen.
• Einweginstrumente in der Sharp-Box für entsorgen.
• Mehrweg-Instrumente geschlossen ins Zentrum zurück bringen und ohne weitere Vorbehandlung in die vorgesehene Rücksendebox zur Aufbereitung geben.
ReinigungsmassnahmenKeine besonderen Massnahmen.
WäscheKeine besonderen Massnahmen.
VerlegungSiehe «Information an externe und interne Stellen».
Dauer der MassnahmenAufhebung der zusätzlichen Hygienemassnahmen, wenn Läsionen verkrustet sind.
Diese Checkliste dient zur Unterstützung und wird in der Dokumentation abgelegt.
Klientin:
NotwendigErledigt Dat./Vis.
Team-/Zentrumsleitung Grund:
• Damit die Leitung abklä- ren kann, ob der Herpes Zoster mit den vorhanden Ressourcen handbar ist.
Ja
Hygieneverantwortliche, Tagesverantwortliche oder Mitarbeitende im Einsatz des Betriebes
Grunde:
• Hinweis in Pflegedoku- mentation, dass nicht immune (= nicht geimpfte Mitarbeitende), sich umgehend bei der Hygieneverantwortlichen oder der Teamleitung melden, da sie bei Herpes Zoster nicht eingesetzt werden.
• Einleitung und Umset- zung der Schutzmassnahmen.
•Informiert Klientin oder Klient über erforder- liche Hygienemassnah- men in Bezug auf den dia- gnostizierten Erreger, sowie ihren/seinen Bei- trag zu Reduktion einer möglichen Verschleppung.
•Sorgt dafür, dass entspre- chendes Schutzmaterial bei Klientin oder Klient vorhanden ist (wenn erforderlich).
•Holt bei Klientin oder Klient Einverständnis ein, dass Informationen gemäss Checkliste weiter- geleitet werden können.
•Setzt zuständige Stellen gemäss Checkliste in Kenntnis.
Ja
Einsatzleitung / Klientenplanung Grund: Einschränkung bei der Einsatzplanung.Ja
Zuständige Haus- oder Kin- derärztin oder zuständiger Haus- oder Kinderarzt* Grund: Damit die Praxis die Konsulta- tion planen kann.Ja
Zieleinrichtungen für Unter- suchungen und Therapien*
Grund: Damit die Zieleinrichtung die Untersuchung / Therapie planen kann.
Ja
Betreuungspersonal in Tages- oder Nachteinrichtungen*
Grund: Damit die erforderlichen Schutzmassnahmen eingelei- tet und umgesetzt werden.
Ja
Alle An- und Zugehörige im Haushalt
Grund: Sicherstellen, dass sie bei einem allfälligen Spitaleintritt melden sollen, dass im glei- chen Haushalt jemand an Herpes Zoster erkrankt ist.
Ja

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