Häusliche Pflegedienste sind nicht nur für ältere Menschen.

Das Telefon klingelt. Eine unbekannte Nummer.

Am anderen Ende meldet sich angeblich die Polizei. Ein Familienmitglied habe einen schweren Unfall verursacht. Es müsse sofort Geld hinterlegt werden.

Oder jemand behauptet, vom TWINT Support oder von einer Bank anzurufen und habe eine verdächtige Zahlung entdeckt.

Solche Anrufe wirken oft erstaunlich glaubwürdig. Genau darauf setzen Betrüger.

Angst und Zeitdruck sind Teil der Masche

Viele Betrugsversuche funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.

Es passiert angeblich etwas Dringendes. Man soll sofort handeln, niemanden informieren und möglichst schnell Geld überweisen, Wertsachen übergeben oder persönliche Daten bekannt geben.

Bei sogenannten Schockanrufen geben sich Täter beispielsweise als Polizisten oder Staatsanwälte aus. Teilweise wird sogar behauptet, ein Familienmitglied sei in einen schweren Unfall verwickelt.

Auch gefälschte Telefonnummern sind möglich. Eine Schweizer Nummer auf dem Display bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der Anruf tatsächlich aus der Schweiz stammt.

Im Zweifel: auflegen

Ein einfacher Grundsatz kann viel verhindern:

Lass dich nicht unter Druck setzen.

Wenn dir ein Anruf ungewöhnlich vorkommt, lege auf.

Rufe die angeblich betroffene Person selbst über ihre bekannte Nummer an. Meldet sich jemand als Bank, Polizei oder Unternehmen, suche die offizielle Telefonnummer selbst heraus und rufe dort zurück.

Gib am Telefon keine Passwörter, Zugangsdaten oder Sicherheitscodes weiter.

Und gewähre unbekannten Personen niemals Fernzugriff auf dein Smartphone oder deinen Computer.

Die Polizei fordert am Telefon kein Bargeld oder Wertsachen und schickt keine Personen vorbei, um diese abzuholen.

Auch TWINT wird für Betrugsversuche genutzt

Betrüger entwickeln ihre Methoden ständig weiter.

Bei einer aktuellen Masche geben sich Anrufende beispielsweise als Mitarbeitende des TWINT Supports aus. Sie behaupten, verdächtige Transaktionen entdeckt zu haben und versuchen, Betroffene dazu zu bringen, eine Geldanforderung in der App zu bestätigen.

Wichtig ist deshalb, vor jeder Bestätigung genau zu prüfen, was auf dem Bildschirm tatsächlich angezeigt wird.

Sicherheit beginnt mit Verständnis

Smartphones, Apps und Online Dienste erleichtern unseren Alltag enorm.

Wer jedoch unsicher ist, was ein Link bedeutet, wie eine Zahlungsanfrage aussieht oder welche Informationen niemals weitergegeben werden sollten, kann schneller unter Druck geraten.

Genau deshalb gehört digitale Sicherheit für uns heute auch zu einem selbstständigen Alltag.

Bei Time2Care unterstützen wir Seniorinnen und Senioren persönlich beim Umgang mit Smartphone, Tablet und digitalen Anwendungen.

Wir erklären beispielsweise den sicheren Umgang mit Nachrichten und Links, Passwörtern, E Mail, Apps oder TWINT und zeigen, woran mögliche Betrugsversuche erkannt werden können.

Dabei geht es nicht darum, alles technisch zu verstehen.

Es geht darum, im richtigen Moment sagen zu können:

„Das kommt mir komisch vor. Ich prüfe das zuerst.“

Lieber einmal zu viel nachfragen

Niemand muss sich schämen, wenn ein Anruf oder eine Nachricht verunsichert.

Betrugsversuche werden bewusst so gestaltet, dass sie glaubwürdig wirken.

Sprich deshalb mit Angehörigen darüber. Vereinbart vielleicht sogar, bei ungewöhnlichen Geldforderungen immer zuerst miteinander Kontakt aufzunehmen.

Ein kurzer Anruf kann im entscheidenden Moment viel bewirken.

Und manchmal beginnt digitale Sicherheit genau dort:

Nicht alles sofort glauben. Kurz stoppen. Und nachfragen.

Time2Care. Spitex, die sich Zeit nimmt 💙💚


Mehr dazu unter: Digitale Unterstützung bei Time2Care

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