Häusliche Pflegedienste sind nicht nur für ältere Menschen.

Das Licht fällt aus. Das Mobilfunknetz funktioniert nur eingeschränkt. Eine Unwetterwarnung trifft ein oder die Behörden fordern die Bevölkerung auf, ein Gebiet vorübergehend zu verlassen.

Solche Situationen gehören nicht zu unserem Alltag.

Genau deshalb sind wir oft wenig darauf vorbereitet.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS empfiehlt, sich bereits vor einem Ereignis Gedanken darüber zu machen, wie man sich selbst und seine Angehörigen in einer Notsituation organisiert. Über Alertswiss stellt der Bund dafür konkrete Hilfsmittel zur Verfügung.

Wer weiss eigentlich, was zu tun ist?

In einem Notfall entstehen plötzlich Fragen, über die man sonst kaum nachdenkt:

Wie erreiche ich meine Angehörigen?

Wo treffen wir uns, wenn Telefon und Internet nicht funktionieren?

Welche Medikamente müssen mit?

Wo liegen wichtige Dokumente?

Und was braucht eine ältere oder pflegebedürftige Person zusätzlich?

Alertswiss empfiehlt deshalb einen persönlichen Notfallplan. Dieser kann direkt in der Alertswiss-App oder über eine Vorlage erstellt werden. Der Bund empfiehlt zudem, den Plan mit den Angehörigen zu besprechen und mindestens einmal jährlich zu überprüfen.

9 Liter Wasser pro Person

Auch ein kleiner Notvorrat gehört zur Vorbereitung.

Die Empfehlung des Bundes ist erstaunlich konkret:

Mindestens 9 Liter Wasser pro Person sollten zu Hause vorhanden sein. Das reicht für etwa drei bis vier Tage.

Zusätzlich werden lagerfähige Lebensmittel für ungefähr eine Woche empfohlen. Dazu gehören Lebensmittel, die dem eigenen Alltag entsprechen und möglichst auch ohne Kochen gegessen werden können.

Wichtig sind ausserdem persönliche Medikamente, eine Taschenlampe, Ersatzbatterien oder eine Powerbank und etwas Bargeld.

Es geht dabei nicht darum, grosse Vorräte anzulegen.

Der Notvorrat kann ganz normal in den Küchenalltag integriert, regelmässig verbraucht und wieder ersetzt werden.

Alertswiss gehört aufs Smartphone

Die Alertswiss-App informiert bei Gefahren über offizielle Alarme, Warnungen und Verhaltensempfehlungen der Behörden.

Bei einem allgemeinen Sirenenalarm gilt in der Schweiz:

Radio hören, die Anweisungen der Behörden beachten und auch an Menschen im eigenen Umfeld denken.

Alertswiss weist ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere auch Nachbarinnen und Nachbarn informiert werden sollten, wenn diese eine Warnung möglicherweise nicht selbst mitbekommen haben.

Gerade für ältere Menschen kann es deshalb sinnvoll sein, gemeinsam zu prüfen, ob Alertswiss installiert ist und ob Benachrichtigungen auf dem Smartphone aktiviert sind.

Medikamente und wichtige Informationen nicht vergessen

Für Menschen, die regelmässig Medikamente benötigen oder auf Unterstützung angewiesen sind, braucht die Notfallvorsorge etwas mehr Planung.

Hilfreich ist beispielsweise eine aktuelle Übersicht über:

• Medikamente und Dosierungen
• behandelnde Ärztinnen und Ärzte
• wichtige Kontaktpersonen
• Krankenkasse und Versicherungsangaben
• Allergien oder relevante Erkrankungen
• Vollmachten und wichtige Dokumente

Diese Informationen sollten so aufbewahrt werden, dass Angehörige sie im Ernstfall schnell finden können.

Denn genau dann fehlt meistens die Zeit, lange nach Unterlagen zu suchen.

Wo ist eigentlich dein Notfalltreffpunkt?

In fast allen Kantonen gibt es mittlerweile sogenannte Notfalltreffpunkte.

Sie können bei Katastrophen und grösseren Notlagen als Anlaufstelle dienen, beispielsweise um Informationen zu erhalten, einen Notruf abzusetzen oder sich bei einer Evakuierung zu sammeln.

Viele Menschen wissen allerdings nicht, wo sich ihr nächster Treffpunkt befindet.

Auch das gehört deshalb zu einer einfachen Frage, die man einmal beantworten sollte:

Wo müsste ich hin, wenn die gewohnten Kommunikationswege nicht mehr funktionieren?

Vorsorge soll keine Angst machen

Notfallvorsorge bedeutet nicht, ständig mit dem Schlimmsten zu rechnen.

Es geht vielmehr darum, einige Dinge einmal in Ruhe zu klären, bevor man sie plötzlich unter Zeitdruck entscheiden muss.

Ein paar Liter Wasser.

Wichtige Telefonnummern.

Ein aktueller Medikamentenplan.

Alertswiss auf dem Smartphone.

Und eine Familie, die weiss, wie sie sich im Ernstfall organisiert.

Das sind kleine Vorbereitungen, die im entscheidenden Moment einen grossen Unterschied machen können.

Auch bei Time2Care sehen wir im Alltag, wie wichtig es ist, dass Informationen zugänglich sind und Angehörige wissen, an wen sie sich wenden können.

Denn Sicherheit beginnt nicht erst dann, wenn etwas passiert.

Sie beginnt vorher.

Time2Care. Spitex, die sich Zeit nimmt 💙💚

Quellen und weitere Informationen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS und Alertswiss

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